Rotweinkuchen Rezept – Saftiger Schokokuchen mit Rotwein – selber machen
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Rotweinkuchen Rezept – Saftiger Schokokuchen mit Rotwein

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Rotweinkuchen Rezept – Saftiger Schokokuchen mit Rotwein – selber machen
📅 5. März 2018 Soßen Rezepte
⏱️Vorbereitung15 Min.
🍳Kochzeit20 Min.
⏰️Gesamt35 Min.
👥Portionen4
📊SchwierigkeitEinfach

Es gibt Rezepte, die einfach zu meiner Kindheit gehören wie Sonntagsspaziergänge und der Duft von frisch gemähtem Gras. Meine Oma hatte diesen Rotweinkuchen immer dann gebacken, wenn Besuch kam — und der Duft, der damals durch ihr kleines Haus zog, war für mich das Sinnbild von Geborgenheit. Kakao, Zimt, ein Hauch Rotwein — diese Kombination klingt vielleicht ungewöhnlich, aber sobald der erste Bissen auf der Zunge zergeht, macht alles Sinn.

Ich erinnere mich noch genau, wie ich als Kind auf einem Küchenstuhl stand und zuschaute, wie sie die Butter cremig rührte. „Der Kuchen muss Geduld haben", sagte sie immer. Damals habe ich das nicht ganz verstanden. Heute, nach Jahren des Backens und etlichen erprobten Variationen, weiß ich: Sie hatte Recht. Dieser Kuchen braucht keine Zaubertricks — nur gute Zutaten, ein bisschen Sorgfalt und die Bereitschaft, dem Teig ein bisschen Zeit zu gönnen. Das Ergebnis ist ein saftiger, aromatischer Kuchen, der jeden Kaffeetisch aufwertet und auch ein paar Tage später noch genauso gut schmeckt wie am ersten Tag.

Warum dieses Rezept so besonders ist

Was diesen Rotweinkuchen von anderen Schokoladenkuchen unterscheidet, ist das unverwechselbare Zusammenspiel aus Rotwein und Zimt. Der Wein gibt dem Teig nicht nur Feuchtigkeit — er bringt eine tiefe, leicht fruchtige Note mit, die sich wunderbar mit dem herben Kakao verbindet. Zimt rundet dieses Aroma ab und sorgt dafür, dass der Kuchen eine warme, fast weihnachtliche Tiefe bekommt, ohne schwer zu wirken. Das Rezept ist dabei denkbar simpel: keine Wasserbäder, kein Schmelzen von Kuvertüre über dem Topf, keine langen Kühlzeiten. Du brauchst eine Rührschüssel, einen Handmixer und einen Backofen — mehr nicht. Und trotzdem kommt am Ende ein Kuchen heraus, der aussieht und schmeckt, als stecke da viel mehr Arbeit dahinter. Genau das macht ihn für mich so unverzichtbar: Er ist ehrlich, unkompliziert und unglaublich lecker.

Tipps für den perfekten Rotweinkuchen

Tipp 1: Den richtigen Rotwein wählen

Du musst für diesen Kuchen keinen teuren Tropfen öffnen — aber wähle einen Wein, den du auch trinken würdest. Ein mittelschwerer Rotwein ohne zu viel Tannin funktioniert am besten, zum Beispiel ein Dornfelder, ein milder Merlot oder ein einfacher Spätburgunder. Sehr trockene, tanninreiche Weine können dem Teig eine leicht bittere Note geben, die nicht erwünscht ist. Ein halbtrockener Wein mit etwas Frucht ist ideal.

Tipp 2: Die Butter wirklich weich werden lassen

Dieser Punkt klingt banal, macht aber einen riesigen Unterschied. Wenn die Butter zu kalt ist, lässt sie sich nicht richtig in die Eier-Zucker-Masse einarbeiten, es entstehen kleine Butterstücke und der Teig wird ungleichmäßig. Nimm die Butter mindestens eine Stunde vor dem Backen aus dem Kühlschrank. Im Zweifelsfall kannst du sie auch kurz in der Mikrowelle auf ganz niedriger Stufe erwärmen — sie soll weich sein, aber auf keinen Fall flüssig.

Tipp 3: Die Form gründlich einfetten und mehlen

Wer kennt das nicht — der Kuchen hängt in der Form fest und der schöne Boden bleibt drin. Um das zu vermeiden, solltest du die Form nicht nur einfetten, sondern danach auch mit etwas Mehl oder Kakao ausstreuen. Kakao ist hier besonders klug, weil er die dunkle Optik des Kuchens nicht stört wie ein weißer Mehlschleier es täte. Klopfe die überschüssige Menge einfach aus der Form heraus.

Tipp 4: Den Kuchen nicht zu früh aus dem Ofen holen

Die Stäbchenprobe ist dein bester Freund. Steche gegen Ende der Backzeit mit einem Holzstäbchen oder Zahnstocher in die Mitte des Kuchens. Klebt noch feuchter Teig daran, braucht er noch mehr Zeit. Kommen nur ein paar trockene Krümel mit heraus, ist er perfekt. Ein fertiger Rotweinkuchen fühlt sich an der Oberfläche fest an und hat sich leicht von den Rändern der Form gelöst.

Zutaten

Zubereitung

  1. Eier schaumig schlagen: Gib die vier Eier in eine große Rührschüssel und schlage sie mit dem Handmixer oder der Küchenmaschine auf höchster Stufe für mindestens 3–4 Minuten richtig schaumig auf. Die Masse soll sich dabei deutlich vergrößern und eine hellgelbe, cremige Konsistenz bekommen. Dieser Schritt ist wichtig, weil die Luft, die du jetzt in die Eier schlägst, später dafür sorgt, dass der Kuchen schön locker und nicht zu kompakt wird. Gib dann nach und nach den Zucker und den Vanillezucker hinzu — am besten esslöffelweise — und rühre dabei weiter, bis die Masse glänzt und sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Das kann nochmals 2–3 Minuten dauern, lohnt sich aber.
  1. Butter einarbeiten: Jetzt kommt die weiche Butter in kleinen Stücken dazu. Füge sie nach und nach zur Eier-Zucker-Masse hinzu und rühre nach jeder Zugabe kurz durch, bis sie vollständig eingearbeitet ist. Die Butter soll sich sanft mit der luftigen Masse verbinden, ohne sie zu beschweren. Wenn du die Butter auf einmal hineingibst, kann die Masse zusammenfallen — nimm dir also die Zeit dafür. Am Ende sollte eine cremige, gleichmäßige Grundmasse entstehen, die schön glatt und ohne Klumpen ist.
  1. Trockene Zutaten vorbereiten und einrühren: Siebe das Mehl, das Kakaopulver, den Zimt und das Backpulver in einer separaten Schüssel zusammen. Das gemeinsame Sieben ist nicht nur für eine klumpenfreie Mischung wichtig — es sorgt auch dafür, dass das Backpulver und der Kakao gleichmäßig im Teig verteilt sind, was ein gleichmäßiges Aufgehen und ein harmonisches Aroma garantiert. Hebe die Mehlmischung dann abwechselnd mit dem Rotwein unter die Butter-Ei-Masse: erst ein Teil der Mehlmischung, dann ein Schluck Wein, wieder Mehl, wieder Wein — bis alles aufgebraucht ist. Rühre dabei nur so lange, bis sich alles gerade eben verbunden hat. Zu langes Rühren nach Zugabe des Mehls macht den Teig zäh.
  1. Backen: Heize den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze (160°C Umluft) vor. Fette deine Kastenform gründlich ein und staube sie mit etwas Kakao aus, damit sich der Kuchen später sauber lösen lässt. Fülle den Teig in die vorbereitete Form und streiche die Oberfläche glatt. Stelle den Kuchen in den vorgeheizten Ofen und backe ihn für 40 bis 50 Minuten. Öffne den Ofen in den ersten 30 Minuten nicht, damit der Kuchen gleichmäßig aufgehen kann. Mache nach 40 Minuten die Stäbchenprobe: Bleibt kein roher Teig am Stäbchen haften, ist der Kuchen fertig. Jeder Ofen ist ein bisschen anders — deshalb kann er im Einzelfall auch bis zu 55 Minuten brauchen.
  1. Auskühlen und dekorieren: Nimm den Kuchen aus dem Ofen und lass ihn zunächst für etwa 10 Minuten in der Form abkühlen. Dann stürze ihn vorsichtig auf ein Kuchengitter und lass ihn vollständig auskühlen — das dauert mindestens eine Stunde. Dieser Schritt ist nicht zu überspringen: Wenn du den Puderzucker oder die Schokoglasur auf einen noch warmen Kuchen gibst, schmilzt sie sofort und zieht ein. Erst wenn der Kuchen wirklich kalt ist, kannst du ihn nach Belieben mit Puderzucker bestäuben oder mit einer flüssigen Schokoglasur überziehen. Für die Glasur einfach Kuvertüre im Wasserbad schmelzen und gleichmäßig über den Kuchen gießen.

Serviervorschlag

Dieser Rotweinkuchen ist ein echter Allrounder — er macht sich sowohl auf dem sonntäglichen Kaffeetisch als auch als Dessert nach einem Abendessen eine gute Figur. Am besten schmeckt er mit einem Klecks leicht gesüßter Schlagsahne oder einer Kugel Vanilleeis, die den würzigen Kakao-Zimt-Geschmack wunderbar ergänzen. Wer es etwas rustikaler mag, reicht ihn einfach mit einer Tasse starkem Filterkaffee oder einem Cappuccino — das ist meine persönliche Lieblingskombi. Für besondere Anlässe empfehle ich, den Kuchen in Scheiben zu schneiden und auf einem hübschen Holzbrett zu servieren, mit frischen Beeren als Farbtupfer daneben. Und wer noch einen kleinen Schluck von dem Rotwein übrig hat, aus dem er gebacken wurde: Ein Gläschen passt natürlich auch wunderbar dazu.

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Lisa Weber

Lisa Weber

Mama & Küchenchefin

Als Mutter von drei Kindern weiß ich, wie wichtig schnelle, leckere und alltagstaugliche Rezepte sind. Auf Saucenmeister.de teile ich meine liebsten Saucen, Dips und Pasta-Rezepte – unkompliziert nachzukochen und jedes Mal ein echter Genuss für die ganze Familie!

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