Hildabrötchen Rezept – Feines Buttergebäck mit Marmelade – selber machen
Soßen Rezepte

Hildabrötchen Rezept – Feines Buttergebäck mit Marmelade

Speichern
Hildabrötchen Rezept – Feines Buttergebäck mit Marmelade – selber machen
📅 13. November 2018 Soßen Rezepte
⏱️Vorbereitung15 Min.
🍳Kochzeit20 Min.
⏰️Gesamt35 Min.
👥Portionen4
📊SchwierigkeitEinfach

Es gibt Gerüche, die einen sofort zurückversetzen — in die Küche der Oma, in den Advent vor dreißig Jahren, in eine Zeit, in der Weihnachten noch nach echtem Buttergebäck gerochen hat. Bei mir ist es dieser eine Moment, wenn das Backblech aus dem Ofen kommt und der warme Duft von frischer Butter und goldbraun gebackenem Mürbeteig durch die ganze Wohnung zieht. Meine Oma hat jedes Jahr im November angefangen, ihre Hildabrötchen zu backen. Nie früher, nie später. Es war fast ein Ritual — die alten Ausstechförmchen wurden aus dem Schrank geholt, die Butter stand schon seit dem Morgen auf der Anrichte, damit sie weich wurde, und wir Kinder durften die Ausstecher halten. Dieses Rezept ist mein persönlicher Liebling unter allen Weihnachtsplätzchen, weil es beides vereint: das klassische, knusprige Buttergebäck für alle, die es pur mögen, und die romantischen Hildabrötchen mit ihrem leuchtend roten Marmeladenherz für alle, die es etwas festlicher mögen. Wenn du dieses Jahr nur ein einziges Plätzchenrezept ausprobierst, dann bitte dieses. Du wirst verstehen, warum es bei uns in der Familie seit Generationen nicht wegzudenken ist.

Was dieses Rezept so besonders macht, ist seine unglaubliche Vielseitigkeit aus einem einzigen Teig. Du backst gleichzeitig zwei verschiedene Klassiker — das pure Buttergebäck und die gefüllten Hildabrötchen — und sparst dir damit jede Menge Aufwand in der Weihnachtsbäckerei. Der Teig selbst ist ein echter Mürbeteig nach alter Schule: viel gute Butter, ordentlich Zucker, und genug Ruhezeit im Kühlschrank, damit das Gluten sich entspannt und du ihn später wunderbar dünn ausrollen kannst. Das Geheimnis liegt in der Qualität der Butter und in der Geduld — wer die Kühlschrankzeit nicht überspringt, wird mit einem Teig belohnt, der sich fast von selbst ausrollen lässt.

Tipps für das perfekte Buttergebäck/Hildabrötchen

Zutaten

Zubereitung

  1. Den Mürbeteig vorbereiten: Gib das gesiebte Mehl und den Zucker in eine große Rührschüssel und vermische die trockenen Zutaten kurz miteinander. Dann kommen die Eier und die in kleine Stücke geschnittene, weiche Butter dazu. Beginne zunächst mit einem Löffel oder den Händen, die Zutaten grob zu vermengen, bevor du kräftig zu einem glatten Teig knetest. Wichtig ist dabei, dass du zügig arbeitest, damit die Butter nicht durch die Körperwärme deiner Hände zu sehr schmilzt — ein kühler Teig lässt sich später besser verarbeiten. Wenn der Teig noch an den Händen klebt, gib esslöffelweise etwas Mehl hinzu, bis er sich sauber von der Schüssel löst. Forme den fertigen Teig zu einer flachen Scheibe, wickle ihn fest in Frischhaltefolie ein und lege ihn für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank. Diese Ruhezeit ist unverzichtbar: Sie lässt das Gluten im Mehl entspannen, wodurch der Teig beim Ausrollen geschmeidiger wird und sich nicht zurückzieht.
  1. Backofen vorheizen und Teig ausrollen: Heize den Backofen auf 175 Grad Umluft vor, lege deine Backbleche mit Backpapier aus und stelle dir deine Ausstechförmchen bereit. Bestäube die Arbeitsfläche und das Nudelholz leicht mit Mehl, damit der Teig nicht klebt. Nimm den gekühlten Teig aus dem Kühlschrank und teile ihn in zwei gleichgroße Portionen — eine für die Hildabrötchen, eine für das klassische Buttergebäck. Rolle den Teig gleichmäßig etwa 3 bis 4 Millimeter dünn aus. Zu dick bedeutet weiches, keksartiges Gebäck statt knuspriger Plätzchen. Steche nun aus dem ersten Teil die Hälfte der Plätzchen ohne Loch aus — das sind die Böden der Hildabrötchen. Aus der anderen Hälfte stichst du Plätzchen mit einem runden Loch in der Mitte aus, damit das leuchtend rote Marmeladenfenster später sichtbar wird. Für das klassische Buttergebäck kannst du beliebige Formen ohne Loch ausstechen.
  1. Plätzchen backen: Lege die ausgestochenen Plätzchen mit etwas Abstand auf die vorbereiteten Backbleche — sie laufen zwar kaum auseinander, aber ein kleiner Abstand verhindert, dass sie zusammenkleben. Schiebe das Blech auf mittlere Schiene in den vorgeheizten Ofen und backe die Plätzchen etwa 12 bis 15 Minuten, bis sie an den Rändern leicht goldbraun werden. Die genaue Backzeit hängt von der Stärke deines Ofens und der Dicke der Plätzchen ab, also halte gegen Ende der Backzeit ein wachsames Auge darauf. Das Buttergebäck darf ruhig eine Spur länger im Ofen bleiben, wenn du es knuspriger magst — bei den Hildabrötchen-Teilen solltest du es jedoch lieber etwas früher herausnehmen, damit sie beim Zusammensetzen nicht zu hart und brüchig sind. Hole die Plätzchen aus dem Ofen und lasse sie vollständig auf einem Kuchengitter auskühlen, mindestens 20 bis 30 Minuten. Dieser Schritt ist absolut entscheidend, denn frische Mürbeteigplätzchen sind noch weich und würden beim Befüllen zerbrechen.
  1. Hildabrötchen zusammensetzen und fertigstellen: Erwärme das Marmeladenglas im Wasserbad — stelle es einfach in einen Topf mit warmem Wasser für einige Minuten, bis die Marmelade weich und streichfähig ist. Das macht das Verteilen deutlich einfacher und verhindert, dass du zu stark auf die Plätzchen drücken musst. Lege nun jeweils ein Plätzchen ohne Loch als Boden vor dich hin und bestreiche es mit einer dünnen, gleichmäßigen Schicht Marmelade — nicht zu viel, da die Marmelade sonst beim Aufsetzen des Deckels herausquillt. Lege vorsichtig das Plätzchen mit dem Loch obendrauf und drücke nur minimal und ganz sanft an. Lass die zusammengesetzten Hildabrötchen noch einmal kurz ruhen, damit die Marmelade leicht anziehen kann und die beiden Hälften fest zusammenhalten. Wenn alles fest ist, bestäube großzügig mit Puderzucker — am besten durch ein feines Sieb, damit der Puderzucker gleichmäßig fällt und das hübsche Marmeladenfenster in der Mitte schön zur Geltung kommt.

Serviervorschlag

Buttergebäck und Hildabrötchen sind das Herzstück jeder selbst zusammengestellten Plätzchendose und machen sich auf einer hübsch angerichteten Weihnachtsplatte wunderbar. Arrangiere die Hildabrötchen mit der Puderseite nach oben, sodass das leuchtend rote oder rosafarbene Marmeladenfenster durch das Loch hindurchleuchtet — das sieht nicht nur festlich aus, sondern macht auch richtig Appetit. Dazu passt am besten ein heißer Glühwein, ein würziger Chai-Tee oder ein klassischer Weihnachtstee mit Zimt und Orange. Für die Kinder schmeckt ein warmer Kakao dazu ganz besonders gut. Aufbewahrt in einer gut schließenden Blechdose, getrennt von anderen stark duftenden Plätzchen, halten sich Buttergebäck und Hildabrötchen problemlos zwei bis drei Wochen — falls sie so lange überleben.

Schlank mit Hafer – Kochbuch
🌾 Digitales Kochbuch

3-Zutaten-Rezepte, die funktionieren

Über 50 alltagstaugliche Hafer-Rezepte ohne exotische Zutaten. Ideal für Frühstück, Abnehmen und Darmgesundheit.

🥣 Frühstück ⚡ Abnehmen 🫐 Darmgesundheit ⏱️ Schnell & einfach
Jetzt für 19 € sichern →
€19 einmaliger Kauf
Sofortiger Download Sichere Zahlung Alle Geräte
Lisa Weber

Lisa Weber

Mama & Küchenchefin

Als Mutter von drei Kindern weiß ich, wie wichtig schnelle, leckere und alltagstaugliche Rezepte sind. Auf Saucenmeister.de teile ich meine liebsten Saucen, Dips und Pasta-Rezepte – unkompliziert nachzukochen und jedes Mal ein echter Genuss für die ganze Familie!

Pinterest

Dieses Rezept merken!

Es gibt Gerüche, die einen sofort zurückversetzen — in die Küche der Oma, in den Advent vor dreißig Jahren, in eine Zeit…

Auf Pinterest speichern
Rezept merken