Schupfnudeln Rezept – Selbst gemacht aus Kartoffeln – von Lisa
Pasta Saucen & Nudelgerichte

Schupfnudeln Rezept – Selbst gemacht aus Kartoffeln

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Schupfnudeln Rezept – Selbst gemacht aus Kartoffeln – von Lisa
📅 16. September 2018 Pasta Saucen & Nudelgerichte
⏱️Vorbereitung15 Min.
🍳Kochzeit20 Min.
⏰️Gesamt35 Min.
👥Portionen4
📊SchwierigkeitEinfach

Manche Gerichte schmecken einfach nach Zuhause. Für mich sind das Schupfnudeln — goldbraun angebraten, außen leicht knusprig, innen weich und butterzart, dazu ein großer Löffel Apfelmus. Ich erinnere mich noch genau, wie meine Oma diese kleinen Kartoffelröllchen an Herbstnachmittagen auf dem Herd brutzeln ließ. Der Duft von Butter in der Pfanne, das leise Knistern beim Wenden — das war pure Behaglichkeit. Als Kind habe ich ihr dabei immer zugeschaut und konnte es kaum erwarten, bis die ersten Schupfnudeln auf meinem Teller lagen. Heute mache ich sie selbst, und jedes Mal, wenn ich die fertig gerollten Teiglinge ins Salzwasser gleiten lasse und sie kurz darauf an die Oberfläche steigen sehe, überkommt mich dieses warme, zufriedene Gefühl. Schupfnudeln sind kein aufwendiges Gericht — aber sie verlangen etwas Geduld, ein bisschen Fingerspitzengefühl und die Bereitschaft, sich die Hände mit Teig zu beschmutzen. Und genau das macht sie so besonders.

Dieses Rezept ist meine persönliche Lieblingsversion, die ich über die Jahre immer weiter verfeinert habe. Was es von vielen anderen unterscheidet, ist die Kombination aus Mehl und Hartweizengrieß im Teig. Der Grieß gibt den Schupfnudeln eine leicht bissige Textur und sorgt dafür, dass sie beim Anbraten wunderbar Farbe nehmen, ohne auseinanderzufallen. Dazu kommt die Ruhezeit des Teigs, die viele überspringen — dabei ist sie entscheidend dafür, dass sich Gluten und Stärke setzen können und die Schupfnudeln ihre Form behalten. Wer diesen einen Schritt nicht weglässt, wird mit einem Teig belohnt, der sich fast von selbst rollen lässt.

Tipps für das perfekte Schupfnudeln

Zutaten

Für 2 Portionen:

Zubereitung

  1. Kartoffeln kochen und pressen: Koche die Kartoffeln in ihrer Schale in reichlich Salzwasser weich — das dauert je nach Größe etwa 20 bis 25 Minuten. Pellkartoffeln nehmen weniger Wasser auf als geschälte, was dem Teig zugutekommt. Sobald sie gar sind, schüttest du das Wasser ab und lässt sie kurz ohne Deckel ausdampfen, damit so viel Feuchtigkeit wie möglich entweicht. Pelle die Kartoffeln noch heiß — die Schale lässt sich leichter lösen — und drücke sie sofort durch eine Kartoffelpresse in eine große Schüssel. Das Pressen verteilt die Masse gleichmäßig, zerstört die Zellstruktur schonend und sorgt dafür, dass die Kartoffelmasse schneller abkühlt, bevor du mit dem Teig weitermachst. Lass die gepresste Masse auf Zimmertemperatur abkühlen, bevor du die anderen Zutaten hinzugibst — sonst gart das Eigelb leicht an und der Teig wird ungleichmäßig.
  1. Teig zubereiten und ruhen lassen: Sobald die Kartoffelmasse abgekühlt ist, gibst du das Eigelb, das Salz, eine großzügige Prise frisch geriebenen Muskat und etwas schwarzen Pfeffer dazu. Vermengt alles zunächst grob mit einer Gabel, bevor du Mehl und Hartweizengrieß hinzufügst. Arbeite die trockenen Zutaten nach und nach unter — am besten mit den Händen — und knete alles zu einem gleichmäßigen, leicht klebrigen Teig. Wichtig: Nicht zu lange und nicht zu heftig kneten, sonst werden die Schupfnudeln zäh. Sobald der Teig zusammenhält und sich formen lässt, ist er fertig. Forme ihn zu einer Kugel, lege ihn in die Schüssel, decke sie mit einem sauberen Küchentuch ab und lass den Teig bei Zimmertemperatur etwa 30 Minuten ruhen. In dieser Zeit entspannen sich Gluten und Stärke, der Teig wird geschmeidiger und lässt sich viel leichter rollen — ein Schritt, den du wirklich nicht überspringen solltest.
  1. Schupfnudeln formen: Streue etwas Mehl auf deine Arbeitsfläche. Nimm eine walnussgroße Portion Teig, rolle sie zwischen deinen Handflächen zunächst zu einer Rolle und dann mit leichtem Druck auf der bemehlten Fläche zu einer länglichen Form mit spitz zulaufenden Enden — so sieht eine klassische Schupfnudel aus. Die Länge sollte etwa 5 bis 7 Zentimeter betragen, die Dicke in der Mitte etwa einen Zentimeter. Die ersten ein, zwei Stücke sehen vielleicht noch etwas unförmig aus — das ist vollkommen normal und macht nichts, denn mit jedem Handgriff wirst du sicherer und schneller. Lege die fertigen Schupfnudeln auf ein leicht bemehltes Tablett oder Brett, damit sie nicht aneinanderkleben, während du den Rest des Teigs verarbeitest.
  1. Im Salzwasser kochen: Bringe in einem großen Topf reichlich Salzwasser zum Kochen. Sobald das Wasser kocht, reduzierst du die Hitze, sodass es nur noch leise simmert — kein wildes Sprudeln. Gib die Schupfnudeln portionsweise ins Wasser, damit der Topf nicht zu voll wird und die Temperatur nicht zu stark abfällt. Die Schupfnudeln sinken zunächst auf den Boden und steigen nach etwa zwei bis drei Minuten an die Oberfläche — das ist das Zeichen, dass sie gar sind. Warte noch rund 30 Sekunden, nachdem sie oben schwimmen, und hebe sie dann mit einer Schaumkelle vorsichtig heraus. Lass sie kurz auf einem Küchenkrepp abtropfen, damit beim späteren Anbraten nicht zu viel Wasser in die Pfanne gelangt.
  1. In Butter goldbraun anbraten: Erhitze in einer beschichteten Pfanne bei mittlerer bis hoher Hitze ein großzügiges Stück Butter — sie soll aufschäumen, aber nicht bräunen. Gib die abgetropften Schupfnudeln in die Pfanne, verteile sie gleichmäßig und lass ihnen Raum. Brate sie auf einer Seite an, ohne sie zu bewegen, bis sie eine schöne goldbraune Farbe entwickelt haben — das dauert je nach Hitze etwa zwei bis drei Minuten. Dann wendest du sie behutsam mit einem Pfannenwender und lässt auch die zweite Seite knusprig werden. Zum Schluss kannst du noch eine kleine extra Flocke Butter in die Pfanne geben und die Schupfnudeln kurz darin schwenken — das gibt ihnen einen herrlichen Glanz und ein intensives Butteraroma.

Serviervorschlag

Schupfnudeln sind für mich ein klassisches Soulfood, das am besten ganz unkompliziert auf den Tisch kommt: einfach auf einem tiefen Teller angerichtet, mit einem großen Löffel selbst gemachtem oder hochwertigem Apfelmus daneben. Der leicht säuerliche Apfelgeschmack harmoniert wunderbar mit den buttrig-herzhaften Schupfnudeln — ein Kontrast, der sich seit Generationen bewährt hat. Wer mag, kann noch etwas Sauerkraut dazu reichen, das wärmt an kalten Herbst- und Wintertagen von innen. Als Hauptgericht reicht die Menge für zwei Personen, als Beilage zu einem deftigen Schmorgemüse oder zu gebratenem Sauerkraut sogar für drei bis vier. Zum Trinken empfehle ich ein leichtes, frisch gekeltertes Apfelschorle oder ein mildes Weizenbier — beide ergänzen den erdigen Kartoffelgeschmack perfekt, ohne ihn zu überdecken.

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Lisa Weber

Lisa Weber

Mama & Küchenchefin

Als Mutter von drei Kindern weiß ich, wie wichtig schnelle, leckere und alltagstaugliche Rezepte sind. Auf Saucenmeister.de teile ich meine liebsten Saucen, Dips und Pasta-Rezepte – unkompliziert nachzukochen und jedes Mal ein echter Genuss für die ganze Familie!

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